Über das Projekt

Unser großes Ziel

…MITARBEITERINNEN IM UNTERNEHMEN ZU HALTEN bedeutet, Werkzeuge und Methoden zu entwickeln, die die Umstellung einer reinen Arbeitsumgebung in eine Lerngesellschaft sicher stellen. Mit dieser Strategie können vorhandene Fähigkeiten durch Kenntnisse 2020+ ("21st century skills") erweitert und neue Karrieremöglichkeiten für MitarbeiterInnen der Generation 55+ geschaffen werden.

Unsere spezifischen Ziele

…sind das Erweitern von digitaler Bildung (Verständnis von EDV-basierten Abläufen, grundlegende IT Kenntnisse, mediale Kompetenzen), das Thematisieren der Arbeitsplatzkultur (Kommunikation, Zusammenarbeit, Selbstdisziplin, soziale und kulturelle Kompetenzen) sowie die Förderung von Innovation und Adaption (Problemlösung, Kreativität, kritisches Denken). Daher fördern wir:

  1. eine Dynamik, die den Arbeitsplatz als jene Mikrogemeinschaft sichtbar macht, die er ist.
  2. einen besseren Zugang zu Weiterbildung für MitarbeiterInnen der Generation 55+.
  3. Möglichkeiten und Methoden für ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen, die sicherstellen, dass Menschen der Generation 55+ bis zum gesetzlichen Ruhestand in den Arbeitsprozess ein bezogen werden können. Die 3 verfügbaren Optionen sind: den selben Job in der selben Firma erhalten, einen neuen Job in der selben Firma schaffen oder einen guten Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber planen.

Zielgruppe

  • MitarbeiterInnen der Generation 55+ und älter (Hauptzielgruppe)
  • MitarbeiterInnen unter 55 Jahren
  • ArbeitgeberInnen

Wie ermöglichen wir den Wandel einer Arbeitsumgebung in eine Lernumgebung?

  • Durch Verstehen, dass die Kompetenzen 2020+ (21st century skills) bei den Mitarbeitenden bereits verfügbar sind.
  • Durch Förderung eines Umfeldes, das Mitarbeitende bestärkt und dabei unterstützt sowohl Lehrende als auch Lernende zu sein.
  • Durch das Herunterbrechen der Kompetenzen 2020+ (21st century skills) in drei überschaubare Bereiche und Wissensgebiete: Digitale Bildung, Kultur am Arbeitsplatz sowie Innovation, Adaptierung und Umsetzung.
  • Durch die Unterstützung anwendbarer und nachhaltiger Umsetzungsstrategien für gelernte Elemente.
  • Durch zur Verfügungstellen von bereits Erlerntem in frei zugänglichen Webinaren.
  • Durch den Aufbau der Train-the-trainer Module auf der Basis von EQAVET, einem Regelwerk der Europäischen Qualitätssicherung. Diese Prinzipien werden auch für die Standardisierung sowie für die optimale Verbreitung der erzielten Lernergebnisse und -strategien herangezogen.
  • Durch die Integration der Informationsverteilung in den Projektablauf: Die Ergebnisse der Offline- wie Online-Prozesse werden in 4 Sprachen bereit gestellt und deren Verfügbarkeit wird aktiv beworben: via Newsletter, Konferenzen und Meetings sowie über die Webinare und die Toolbox.

Welche Outputs sind zu erwarten?

  • Online Train-the-Trainer-Kurse; Anleitungen und Richtlinien; online Verfügbarkeit aller Informationen
  •  Online-Unterlagen für 5 Intensivkurse:
    • vitales Handwerk versus mentaler Ruhestand (Ausgangspunkt für die Unterstützung durch Weiterbildung)
    • digitale Einbindung als Voraussetzung für die Steigerung der Kompetenzen 2020+ (" 21st century skills")
    • Ansichten der ArbeitgeberInnen
    • Kurs-Design und Kurs-Entwicklung
    • Effizienz in Training und Weiterbildung für Erwachsene
  • zwei internationale Meetings (Oktober 2021 in Belgien und Mai 2022 in Österreich)
  • eine internat. Konferenz (Mai 2023 - Slowakei)
  • einheitliche Kommunikation
  • eine Methode zur Messung der Ergebnisse
  • Übersetzung von allen verwendeten Unterlagen in der Toolbox
  • Kurs: Einführung in Jobcrafting
  • Inspirations Toolbox (in Form einer Website mit Inhalt in verschiedenen Sprachen + Links zu den entwickelten online Kursen auf der Future Learn Platform)

Woran misst sich der Erfolg - bei Menschen und Unternehmen?

Kurzfristige Ergebnisse

  • Verbesserter Zugang zu Training und Weiterentwicklung für alle, mit einem speziellen Fokus auf die Generation 55+
  • Verfügbarkeit neuer Trainingsinhalte
  • Verstärkte Eigeninitiative, größerer Enthusiasmus, Entrepreneurship
  • Gesteigerte digitale Kompetenz
  • Besseres Verständnis und Reagieren auf soziale, ethnische, sprachliche und kulturelle Unterschiede
  • Höherer Ausbildungsstand mit einer Steigerung von Beschäftigung und engagiertem Einsatz
  • Mehr Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung
  • Wachsende Motivation und Befriedigung in der täglichen Arbeit
  • Gestiegene Verfügbarkeit von Fach- und Querschnittskomptenzen: Unternehmerisches Denken; soziale und Bürgerkompetenz; interkulturelle und sprachliche Kompetenzen; kritisches Denken; IT Wissen und Mediengewandtheit

Mittelfristige Ergebnisse

  • Methoden, die 21st century skills am Arbeitsplatz zu entfalten
  • Verbesserung und Erweiterung der Weiterbildungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz
  • Verstärkter Zugang zu weiterführenden Lernwegen für Erwachsene, um sprachliche, mathematische und digitale Kompetenzen ebenso zu steigern wie andere persönliche Fähigkeiten.
  • Positive Einstellung zum Projekt und den EU Werten
  • Besseres Erkennen und Verstehen von Fähigkeiten und Qualifikationen innerhalb und außerhalb der EU.
  • Besseres Verständnis der Relationen zwischen formaler und nicht formaler Ausbildung, beruflicher Weiterbildung, anderen Formen der Lernens und dem Arbeitsmarkt.

Methoden

In diesem Projekt kommen die folgenden Methoden zum Einsatz: Service Design, Zentrierung auf den Menschen, Co-Creation (gleichberechtigte Partnerschaft zwischen Anwender und Entwickler), Einsatz des Kompetenz-Netzes, "learning from the emerging future" (Methoden zur Antizipation der Zukunft), "learning by doing", "blended learning", "peer learning", "storytelling", "theory of change" und "Jobcrafting" (Bereitschaft an der Gestaltung der Arbeit mit zu wirken).

BEZUG

Die Gesellschaft altert rasch: innerhalb der OECD Länder wird sich das Verhältnis von älteren Menschen (65 und mehr) zu Menschen im arbeitsfähigen Alter (15-64) von 1 zu 4 im Jahr 2015 auf 1 zu 2 im Jahr 2050 erhöhen. Regierungen und andere betroffene Akteure verlangen dringend nach Maßnahmen, um Menschen so lange wie möglich im Arbeitsprozess zu halten. Obwohl das gesetzliche Pensionsalter steigt, ist die Beschäftigungsquote bei den 55- bis 64-Jährigen niedrig und der Zugang zu Weiterbildung zudem der niedrigste im Vergleich mit anderen Altersgruppen. Zusätzlich kann das Alter physische Probleme bringen, die in manchen Berufen eine ausschlaggebende Rolle spielen. Arbeitsumgebung und Tätigkeit sollten alternsgerecht sein und gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht zusätzlich verstärken. Insgesamt scheint die Arbeitsfähigkeit mit zunehmendem Alter eher ab- statt zuzunehmen – das sollte uns beunruhigen, da erwartet wird, dass Menschen in Zukunft länger arbeiten. Stattdessen wird mentale Erschöpfung bei der arbeitenden Bevölkerung immer häufiger diagnostiziert - das Wohlbefinden am Arbeitsplatz nimmt ab. Weiterbildungsmöglichkeiten sind zudem für ältere Personen kaum verfügbar und eine ausgeglichene Work-Life-Balance schwer erreichbar.

Die Herausforderungen und Möglichkeiten für Mitarbeitende der Generation 55plus sind im Kontext der steigenden Digitalisierung zu sehen. Ein nicht unerheblicher Teil der europäischen Bürgerinnen und Bürger läuft Gefahr aus der digitalen (Arbeits)Welt ausgeschlossen und in der sozialen Teilhabe benachteiligt zu werden.

Daher sind die Kompetenzen 2020+ (21st century skills) ein adäquater Rahmen und eine solide Basis für die nachhaltige Beschäftigung der Generation 55+.

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